Archive for August, 2008

Szenariotechnik aus dem Bereich der strategischen Planung

Mit der Szenariotechnik sollen Wege der künftigen Entwicklung aufgezeigt werden. Unter einem Szenario wird die Darstellung einer möglichen künftigen Situation und des Weges, der zu dieser Situation führt, verstanden.
Die Szenariotechnik ist ein Instrument aus dem Bereich der strategischen Planung, das im Rahmen eines Investitionsentscheidungsprozesses eingesetzt werden kann. Durch die Szenariotechnik wird aufgezeigt, welche Entwicklungsalternativen vorliegen [...]


Nutzwertanalyse oder Scoring-modell

Die Nutzwertanalyse, deren Vorgehensweise auch als „Scoring-modell” bezeichnet wird, dient zur Beurteilung von Handlungsalternativen. Im Gegensatz zu den Verfahren der Investitionsrechnung, bei denen eine Beurteilung von verschiedenen (Investitions-) Alternativen auf rein monetärer Basis vorgenommen wird, lassen sich bei der Nutzwertanalyse auch qualitative Größen in den Entscheidungsprozess einbeziehen.
Die Nutzwertanalyse eignet sich sowohl zum Vergleich von verschiedenen [...]


Sensitivitätsanalyse bei Planungsprozessen

Die Sensitivitätsanalyse wird bei Planungsprozessen eingesetzt, um die Unsicherheit der Datenbasis zu überprüfen. Die bislang dargestellten Verfahren der Investitionsrechnung gehen von einer sicheren Datenbasis aus. Durch die Sensitivitätsanalyse lässt sich ermitteln, welchen Einfluss eine Veränderung der Einflussparameter besitzt.
Die Sensitivitätsanalyse ergänzt die Ergebnisse eines anderen Verfahrens (z. B. eines der bisher dargestellten Investitionsrechnungsverfahren), indem die systematische [...]


Ergänzende Beurteilungsverfahren

Die bislang vorgestellten Verfahren besitzen den Mangel, dass sie auf nicht-monetäre (qualitative) Kriterien nicht eingehen und dass sie davon ausgehen, dass die zu Grunde liegende Datenbasis sicher ist. Zur Entscheidungsfindung sind aber auch qualitative Größen einzubeziehen. Ferner sind die eingehenden Daten abgeschätzt, also im höchsten Maße unsicher.
Im folgenden werden Verfahren vorgestellt, die sich in verschiedenen [...]


Mittelwertverfahren oder Ertragswertverfahren

Das Mittelwertverfahren ist in Deutschland weit verbreitet und wird daher auch als „Praktikerverfahren” bezeichnet. Es verknüpft das Substanzwert- mit dem Ertragswertverfahren, indem der Unternehmenswert als arithmetischer Mittelwert von Teilsubstanz- und Ertragswert bestimmt wird:
Dieser Ansatz basiert auf der Überlegung, dass der Unternehmenswert im Regelfall höher als der Teilsubstanzwert, aber niedriger als der Ertragswert ist. Daher wird [...]


Ertragswertverfahren,Barwert oder Kapitalwert

Der Ertragswert eines Unternehmens ist der Barwert oder der Kapitalwert zukünftiger Erträge. Im Rahmen des Ertragswertverfahrens werden Gewinngrößen zur Bestimmung des Ertragswertes angesetzt. Er errechnet sich aus dem abgezinsten voraussichtlichen Liquidationserlös L und den abgezinsten erwarteten Periodengewinnen Gt des Unternehmens:
Sowohl die Periodengewinne als auch der Liquidationserlös müssen abgeschätzt werden. Bei der Abschätzung des Periodengewinns orientiert [...]


Substanzwertverfahren oder Reproduktionswert eines Unternehmens

Der Substanzwert oder Reproduktionswert eines Unternehmens stellt den Betrag dar, der für die Neuerrichtung des Unternehmens aufgewendet werden müsste. Der Teilsubstanzwert errechnet sich aus den in der Bilanz aufgeführten Vermögenswerten (d. h. aus den Positionen der Aktivseite), wobei anstelle der bilanziellen Wertansätze aktuelle Wiederbeschaffungspreise angesetzt werden. Bei dieser Ermittlung bleiben aber wichtige Aspekte, die den [...]


Verfahren zur Unternehmensbewertung

Eine besondere Variante einer Investition stellt der Erwerb eines gesamten Unternehmens dar. Hierbei können die bisher vorgestellten Verfahren nicht angewandt werden, da der gegenwärtige Wert und das künftige Potential eines gesamten Unternehmens abgeschätzt werden muss, um daraus einen Kaufpreis ableiten zu können. Der Wert eines Unternehmens liegt zwischen dem Liquidationserlös (Erlös, der bei einer Zerschlagung [...]


Beurteilung der dynamischen Investitionsrechnungsverfahren

Die Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung besitzen einen besseren Praxisbezug als die statischen Verfahren, da der Zeitpunkt der Entstehung einer Ein- oder Auszahlung berücksichtigt wird. Dazu ist es allerdings erforderlich, Einzah-lungs- und Auszahlungsreihen zu kennen oder abzuschätzen. Schätzungen der voraussichtlichen Zahlungen zum Zeitpunkt der Investitionsplanung sind ungenau und beinhalten die Gefahr, dass erhebliche Ungenauigkeiten eintreten können. [...]


Annuitätenmethode

Auch die Annuitätenmethode stellt eine Variante der Kapitalwertmethode dar. Während bei der Kapitalwertmethode von den tatsächlichen Ein- und Auszahlungsreihen ausgegangen wird, erfolgt bei der Annuitätenmethode eine Umrechnung in durchschnittliche (jährliche) Teilbeträge, die als Einzahlungsüberschüsse oder Annuitäten bezeichnet werden. Bei einer positiven Annuität ist eine Investition lohnend.
Die Annuität A berechnet sich aus dem Kapitalwert Kn, dem [...]