Aktueller Ölpreis 2007 je Barrel sorgt für Nervosität, Ein Ausblick
Der bedeutendste globale Einflussfaktor ist derzeit der Ölpreis. Notierungen der verschiedenen Sorten über 90 US Dollar pro Barrel (159 Liter) sorgen für eine erhöhte Nervosität an den Finanzmärkten. Für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft stellt sich die Frage, ob der Ölpreis dauerhaft auf diesem hohen Niveau bleibt oder sogar noch weiter steigt. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Öl lässt vermuten, dass auf absehbare Zeit ein deutlicher Rückgang des Preises nicht zu erwarten ist, allerdings sind einige der Ursachen für die derzeitigen Höchststände nicht von dauerhafter Natur. Insbesondere die anhaltenden Spannungen zwischen der Türkei und den kurdischen Rebellen im Nordirak sorgte für Nervosität, da ein Einmarsch der Türkei die Förderung im ölreichen Norden des Irak empfindlich stören würde und somit die weltweite Ölversorgung in Frage gestellt wäre. Immerhin verfügt der Irak über die drittgrößten Ölreserven der Welt. Die verbalen Attacken der USA am Iran, die in den vergangenen Wochen an Heftigkeit zunahmen, verstärkten die Sorgen wegen einer Destabilisierung in der Region und trieben den Ölpreis auf immer neue Rekordhöhen. Allerdings sprechen derzeit auch einige Fakten für einen kurzfristig fallenden Ölpreis. Zu einem kann die Türkei an einer Eskalation im Nordirak keinerlei Interesse haben, würde diese doch die Aufnahme der Türkei in die europäische Union in weite Ferne rücken lassen, zum anderen sollte der anstehende politische Wechsel in den USA für etwas Entspannung der politischen Lage zwischen den USA und dem Iran führen. Des weiteren spricht für leichtere Notierungen, dass derzeit das Angebot an Öl, unter anderem aus Ölsanden, stärker steigt als die Nachfrage, normalerweise ein klares Indiz für einen Kursrückgang. Genauso wie das derzeitige long-short Verhältnis der Ölkontrakte an den Terminbörsen. Ungewöhnlich viele Trader sind derzeit mit Longpositionen eingedeckt, was heißt, das sie auf steigende Ölpreise setzen. Kurzfristig ist hier mit einer Rückkehr zu dem "normalen" Verhältnis zu rechnen und somit aufgrund des erhöhten Angebots zu fallenden Notierungen.
Vor allem spricht für einen fallenden Ölpreis der hohe Ölpreis selbst. Preistreiber des Ölpreises ist vor allem die stark gestiegene Nachfrage der Schwellenländer, insbesondere China und Indien. Da deren Wirtschaftswachstum hauptsächlich industriegetrieben und somit energieintensiv ist und der hohe Ölpreis die Weltwirtschaft auf Dauer schwächen wird, sinkt die Nachfrage und somit der Preis.
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Comments
Schöner Blog! Und vor allen Dingen mag ich das Thema als gelernter Bankkaufmann
Werd ihn mir abbonnieren, in solche Blogs kann man nicht oft genug schauen.
Aber mal zum Thema. Ich bin selbst gut in China und generell in Asien investiert und frage mich immer noch, wie lange das wohl noch so gut weiterläuft. Naja, hoffentlich so lang bis ich mein eingesetztes Kapital vor 2009 verdoppelt hab
Hallo Nils…Vielen Dank
In meinem letzten Gespräch mit Markus Koch habe ich auch über China mit Ihm diskutiert. Dort war die Meinung, dass gerade der chinesische Markt gerade sehr überhitzt ist und es sehr volatil bleiben wird. Der Chinese an sich darf ja noch nicht im Ausland investieren. Sie kaufen dann nur Ihre eigenen inländischen Aktien. Das treibt die Preise.
Weiterhin war ich heute auf einer Veranstaltung der DWS. Dort stellt man sich gerade sehr konservativ auf für die nächsten 6 Monate. Danach geht die Rally beim Dax und in China weiter.
Gute Aussichten haben zur Zeit Klimawerte und das AGRI Business. Ganz heiss zur Zeit…

Das ist momentan eine schwierige Zeit für alle. Hoffentlich wird das bald besser.