Marktbericht und Ausblick Januar 2008

  1. Dax beendet Jahr mit über 8.000 Punkten
  2. Dax-Unternehmen mehrheitlich in ausländischer Hand
  3. Conergy erneut mit schlechten Nachrichten
  4. Standardwerte profitieren von erneuerbaren Energien
  5. Insider kaufen verstärkt Titel der eigenen Unternehmen
  6. US Regierung plant Maßnahmen wegen Subprime Krise
  7. Weitere schlechte Nachrichten bei vereinzelten US Finanztiteln
  8. Gute Nachrichten von US Unternehmen verschiedener Branchen
  9. Indien plant Kürzung der Ölpreissubventionen
  10. Japanische Regierung pessimistisch für zukünftiges Wachstum

1. Dax beendet Jahr mit über 8.000 Punkten

Wie schon lange erwartet konnte der DAX im Dezember des letzten Jahres seine positive Seite weiter ausspielen. In den Handesltagen kurz vor dem Jahresende wurde die 8000 Punkte Marke abermals überschritten. Ausländische Investoren waren dafür maßgeblich ausschlaggebend. Leider schauen die deutschen Anleger weiterhin nur zu, wie sich der Markt entwickelt, aber investieren nicht. Sie verringern sogar Ihre Aktienquote. Besonders die ausländischen Aktionäre aus dem Dollarraum investieren verstärkt in europäische Aktien.

2. Dax-Unternehmen mehrheitlich in ausländischer Hand

Besonders die deutschen Standardwerte finden gerade viel Gefallen an ausländischen Aktionären. Zum Beispiel der Einstieg in die Deutsche Bank durch den Dubaier Staatsfonds und bei der Deutschen Telekom vom Hedgefonds Blackstone führen dazu, dass sich die größten in Deutschland notierten Unternehmen mittlerweile im mehrheitlichen Besitz von ausländischen Investoren sich befindet. Zur Zeit gehören ca. 53% ausländischen Kapitalgebern. Beispiele dafür sind die Deutsche Börse, Adidas oder auch Bayer. Auf der Grundlage der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland wird das Interesse auch im Jahre 2008 weiter bestehen bleiben. Dadurch kann der DAX auch in diesem Jahr eine tolle Entwicklung erwarten (Wirtschaftswachstum 2008), im Vergleich zum restlichen Europa oder den USA.

3. Conergy erneut mit schlechten Nachrichten

Leider kommen erneute schlechte Nachrichten aus der Solarbranche. Der Solaranlagenhersteller Conergy steckt tief in den roten Zahlen. Der Vorstand von Conergy erartet einen Verlust von ca. 150 – 200 Millionen €. Dadurch wurden die schlimmsten Befürchtungen übertroffen. Man hat nur einen Verlust von ca. 10 Millionen erwartet. Der Vorstand will durch Neustrukturierung und Streichungen das Geschäft retten, aber die Anleger befürchten, das es schon zu spät dafür ist. Daher kam es zu einem Absturz von ca. 22 Prozent. Ein steiler Aufstieg und ein scheller Absturz ist fast vergleichbar mit dem Neuen Markt im Jahr 1999-2002. Dieses Ergebnis zeigt, dass gerade in dieser boomenden Branche nicht jeder Weg wirklich erfolgversprechend sein muss. Es fordert von den Beteiligten ein hohes Maß an Professionalität und Finanzmanagement, um solch ein Unternehmen dann auch zum nachhaltigen Erfolg zu führen.

4. Standardwerte profitieren von erneuerbaren Energien

Die Energieversorger profitieren zur Zeit von Ihren gewachsenen Strukturen und engagieren sich stark auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Der Kursanstieg von EON in dem Jahr 2007 von ca. 40% ist nur ein Beispiel dafür, dass man damit sehr gut verdienen kann. Pharmaunternehmen konnten genauso von diesen guten Zahlen profitieren, indem Sie mehr Düngemittel und Saatgutsparten abgesetzt haben. Da sich dieser Markt auch gerade im kommenden Jahr 2008 weiter positiv bemerkbar machen wird, ist bei den defensiv bezeichneten Werten BASF und Bayer ein Kursentwicklungspotential absehbar.

5. Insider kaufen verstärkt Titel der eigenen Unternehmen

Die IT-Branche Europas scheint unterbewertet zu sein. Viele Manager teilen diese Meinung und kaufen derzeit eigene Unternehmensanteile auf. Der Markt wird daher gut bewertet, das genügend Liquidität zur Verfügung steht und mit weiter steigenden Kursen zu rechnen ist, da ja die Unternehmensführung selber in den Markt mit eigenem Kapital einsteigt und das Verkausfsvolumen (Buy-Sell-Ratio) sich verdoppelt hat.

6. US Regierung plant Maßnahmen wegen Subprime Krise

in den USA war das dominierende Thema in den letzten Monaten die Suprimekrise. die amerikanische Notenbank musste in den vergangenen Monaten den Leitzins wieder deutlich senken, damit die Zinsbelastungen der amerikanischen Hausbesitzer wieder bezahlbar werden. Zum gleichen Zeitpunkt arbeitet die amerikanische Regierung an einem Plan, um die Folgen der Suprime Krise weiter zu vermelden. Geplant ist Teile der Kredite in bestimmten höheren einzufrieren und einen noch höheren Anstieg in den jeweiligen Belastungen für die Kreditnehmer zu verhindern. Zum gleichen Zeitpunkt wird auch die Vergabe von Krediten und die mögliche Verschärfung dieser Richtlinien geprüft. Dadurch soll zukünftig eine weitere Krise verhindert werden.

7. Weitere schlechte Nachrichten bei vereinzelten US Finanztiteln

die amerikanische Finanztitel sorgen in der letzten Zeit immer wieder für Unruhe. Die bereits jetzt ausstehenden Risiken aus vielen Investments, z. B. der City Group, werden durch die Rating Agenturen weiter ermittelt und die jeweiligen Unternehmen in ihrer Einschätzung in der Finanzstärke abgesenkt. Dieser Ratings sind gerade für die großen Unternehmen der Finanzbranche besonders wichtig und haben oftmals großen Einfluss auf die jeweiligen Zinssätze, die das Unternehmen viele ihre Einlagen zahlt. Viele weitere Unternehmen sorgen weiterhin für Unruhe und die Analysten sind sich noch unklar, inwieweit sich die Krise noch ausweiten wird. Mögliche weitere Forderungen und Abschreibungen Schrecken natürlicherweise die Investoren weiter ab und durch ständige negative Kommentare der Analysten wird diese Stimmung noch verstärkt. Einem neue Überprüfung über die restriktivere Kreditvergabe wird derzeit geprüft.

8. Gute Nachrichten von US Unternehmen verschiedener Branchen

nun gibt es bei den großen amerikanischen Unternehmen nicht nur schlechte Zahlen. Trotzdem bleibt der Markt sehr nervös. Einige amerikanische Mischkonzern der hoben ihre Prognose für das kommende Jahr deutlich an. Besonders bemerkbar macht sich hierbei das gute Auslandsgeschäft und dabei hilft ihnen sogar der schwache US-Dollar. Auch Softwareunternehmen kommen mit guten Zahlen. Gerade amerikanische Unternehmen kaufen weiterhin neue Technologien einen und treiben damit auch den Softwaremarkt immer weiter. Diese Entwicklung wirkt sich auf einige natürlicherweise beruhigend aus, da dieses immer eine Kennzeichnung für eine erfolgreiche Wirtschaft ist. Auch das Weihnachtsgeschäft für den amerikanischen Einzelhandel konnte überzeugen. Es steigerte sich um 3,6% gegenüber dem Vorjahr 2006. Dieses ist eine deutliche Steigerung, obwohl diese Suprime Krise  und das Verbraucher vertrauensehr belastet wurde. Weiterhin sind die Kosten für andere Lebensmittel und auch die Energie im Gegensatz zum Vorjahr deutlich gestiegen. Trotz der ganzen Ereignisse haben die Amerikaner ihr Weihnachtsfest konsumreich gefeiert.

9. Indien plant Kürzung der Ölpreissubventionen

unter dem gestiegenen Ölpreis leiden nicht nur die Industrieländer. Auch in den Schwellenländern kommt der hohe Ölpreis jetzt zum Tragen. Dieses bedeutet zum Beispiel für die indische Regierung hohe Belastungen im betriebswirtschaftlichen Sektor. Die Treibstoffpreise müssen demnach weiter erhöht werden. Dieser Markt wird von Indien durch Subventionen gestützt. Wenn nun der Ölpreis sehr hoch steigt, sind dadurch auch die Kosten für die indische Regierung natürlicherweise deutlich höher geworden. Diese Kostensind eine weitere Belastung für den Staatshaushalt, der jetzt schon hoch verschuldet ist. Fehlende Infrastruktur und weitere Belastungen drücken auf die indische Wirtschaft. Daher wird wohl die indische Regierung nicht um eine Kürzung ihrer Subventionen für Energie herumkommen. Dieses trifft natürlicherweise viele kleine Leute und dadurch kann es schnell zu großen Unruhen kommen. Ca. die Hälfte der indischen Bevölkerungkann sich dann eine solche deutliche Erhöhung der Preise für Energie dann nicht mehr leisten. Diese wird auch zum täglichen Bedarfs, wie z. B. Kochen benötigt. Weiterhin reisen die meisten Inder mit öffentlichen Verkehrsmitteln und diese Preise müssten dann auch deutlich erhöht werden. Daher sollten ausländische Anleger ihre Investitionen kritisch prüfen um einer möglichen negativen Auswirkungen entgegenzutreten.

10. Japanische Regierung pessimistisch für zukünftiges Wachstum

auch im Reich der aufgehenden Sonne kommen im Dezember nicht die besten Nachrichten. Die Regierung von Japan musste ihre Wirtschafts Prognose für das kommende Jahr 2008 um knapp einen Prozentpunkt nach unten korrigieren. Derzeit erwartet die Regierung ein Wirtschaftswachstum von circa 1,3%. Die Prognose war deutlich höher. Die Ursache für die Korrekturen ist nach Angaben der japanischen Regierung die anhaltende Schwäche in der Baubranche. Weiterhin sei eine weitere Herabsetzung der Prognose nicht ausgeschlossen. Durch diese Nachrichten konnte auch der Geschäftsklimaindex nicht großartig überzeugen und trübte den weiteren Optimismus weiter ein. Da die japanischen Unternehmen eine starke Abhängigkeit von den amerikanischen Verbrauchern haben bleibt der Markt 2008 auch wenig hoffnungsvoll und die japanischen Börsen werden dadurch stark leiden.

Fazit

einem positiven Start in das neue Jahr steht trotz anhaltender Krisen und steigenden Energiepreisen nichts entgegen. Es werden die Aktienmärkte gerade mit guter Liquidität versorgt und das wird dazu führen, dass der Januar 2008 ein guter Börsen Monat werden wird. Auch durch die zusätzlich gewonnenen Gelder, die zum Jahreswechsel verfügbar werden durch die Auszahlungen von Zinsen der Spareinlagen mit die Liquidität auf den Aktienmarkt gespült werden. Dieses wird zu neuen Käufen führen und der Aktienmarkt wird dieses auch wieder spiegeln. Besonders die deutschen Aktien bleiben für die ausländischen Anleger äußerst attraktiv. Da viele ausländische Staatsfonds weiter investieren werden, wird sich das gerade auf die 30 größten deutschen Titel auswirken. Das bedeutet, dass der Deutsche Aktienindex dieses Jahr besonders acht aktiv werden wird und es vor der kommenden Abgeltungssteuer zu vermehrten Käufen kommen wird.

Tip: Verliebe Dich in Deine Frau ab nicht in eine Aktie!

 

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