Chargenproduktion, Chart
Chargenproduktion
-» Produktionsprogramm, bei dem eine bestimmte Menge an Einsatzgütern in einem abgeschlossenen Teilprozeß der Produktion bearbeitet wird. Der Teil der Gesamtproduktionsmenge, der gemeinsam in einem Teilprozeß bearbeitet wurde, wird als Charge bezeichnet. Häufig unterscheiden sich die Chargen hinsichtlich ihrer Beschaffenheit (z. B. Farbton nach einem Brennvorgang, Geschmack nach einem Brauvorgang), so daß sie häufig gegenüber den Kunden bzw. Abnehmern durch eine Chargennummer unterscheidbar gemacht werden. Der Umfang einer Charge kann durch die Kapazität des Teilprozesses (z. B. Fassungsvermögen eines Ofens) oder durch die jeweils verfügbare Einsatzmenge der Grundstoffe bestimmt sein. Durch die Variation der Produkteigenschaften und den teilweise diskontinuierlichen Produktionsausstoß (z. B. kompletter Ausschuß eines Brennofeninhaltes) stellt dieser Fertigungstyp besondere Anforderungen an die Produktions- und Absatzplanung. Die Chargenfertigung wird auch als intermittierende Fertigung bezeichnet. Wird die Charge einzeln abgerechnet, so wird sie auch als Partie bezeichnet. Im Gegensatz zur Charge unterscheiden sich bei der Partie die eingesetzten Grundstoffe deutlicher, so daß eine eigenständige Abrechnung gegenüber den Abnehmern als zweckmäßig erscheint.
Chart
Im Rahmen der Analyse von -» Wertpapieren bzw. Effekten insbesondere für Aktien eingesetzte grafische Darstellung von Kursverläufen der betrachteten Analyseobjekte zur Prognose der weiteren Kursverläufe (s. Abbildung). Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse (vgl. Wertpapieranalyse), die mit Hilfe der Barwertmethode die künftigen Ertragsaussichten zu einem heutigen inneren Wert des Papiers verrechnet, versucht die Technische Analyse, mittels eines Charts ausschließlich aufgrund der Beobachtung des bisherigen Kursverlaufes die künftige Entwicklung vorherzusehen. Die als Liniencharts, Balkencharts oder sogenannte Point and Figure-Charts vorkommenden Darstellungen werden anhand von Durchschnitts-, Trendlinien oder Extremwerten im Chart beurteilt. In der Abbildung sind sogenannte 30-Tage-Linien, Widerstandslinien oder Unterstützungslinien dargestellt. Ob, wie überzeugte Chartisten glauben, Wimpel-, Flaggen-, oder Keildarstellungen eindeutige Hinweise auf künftige Kursentwicklungen ermöglichen, sei dahingestellt. Häufig führt das Durchstoßen einer Widerstandslinie oder die Bildung sogenannter Kopf-Schulter-Formationen zu einer Kursentwicklung, die ausschließlich durch die Chartanalyse bedingt ist (Self-fulfil-ling-prophecy).
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