Sensitivitätsanalyse bei Planungsprozessen
Die Sensitivitätsanalyse wird bei Planungsprozessen eingesetzt, um die Unsicherheit der Datenbasis zu überprüfen. Die bislang dargestellten Verfahren der Investitionsrechnung gehen von einer sicheren Datenbasis aus. Durch die Sensitivitätsanalyse lässt sich ermitteln, welchen Einfluss eine Veränderung der Einflussparameter besitzt.
Die Sensitivitätsanalyse ergänzt die Ergebnisse eines anderen Verfahrens (z. B. eines der bisher dargestellten Investitionsrechnungsverfahren), indem die systematische Veränderung von einem oder mehreren Einflussparametern durchgespielt wird. Damit wird deutlich, wie empfindlich die einzelnen Gleichungen auf Veränderungen reagieren und welchen Einfluss dies auf die Ergebnisgröße besitzt.
So können bei der Kapitalwertmethode der Kalkulationszinssatz, aber auch die angenommenen Einzahlungen und Auszahlungen verändert werden. Die Auswertung der Ergebnisse im Rahmen der Sensitivitätsanalyse kann unter zwei grundsätzlichen Fragestellungen erfolgen:
• Zielgrößenveränderung: Wie verändert sich die Zielgröße (z. B. Kapitalwert KQ) bei der Veränderung der Eingangsgrößen?
• Betrachtung „kritischer Werte”: Welche Veränderung der Eingangsgrößen sind gerade noch zulässig, so dass sich die Zielgröße innerhalb bestimmter, gerade noch akzeptierbarer Grenzwerte (z. B. positiver Kapitalwert) bewegt?
Zusätzlich können Wahrscheinlichkeitsannahmen für das Eintreten von bestimmten Eingangsgrößen oder der Kombination bestimmter Eingangsgrößen einbezogen werden. Aufgrund der Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse muss dann entschieden werden, ob das Investitionsprojekt trotz der aufgezeigten Risiken realisiert werden soll.
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