Substanzwertverfahren oder Reproduktionswert eines Unternehmens
Der Substanzwert oder Reproduktionswert eines Unternehmens stellt den Betrag dar, der für die Neuerrichtung des Unternehmens aufgewendet werden müsste. Der Teilsubstanzwert errechnet sich aus den in der Bilanz aufgeführten Vermögenswerten (d. h. aus den Positionen der Aktivseite), wobei anstelle der bilanziellen Wertansätze aktuelle Wiederbeschaffungspreise angesetzt werden. Bei dieser Ermittlung bleiben aber wichtige Aspekte, die den Wert eines Unternehmens ausmachen, unberücksichtigt. Der Wert des Unternehmens wird auch durch seinen Standort, die Managementqualität, seine Produktpalette, die Qualifikation der Mitarbeiter oder das Forschungs-Know-how beeinflusst. Diese Einflussgrößen werden als Geschäftswert oder Goodwill bezeichnet, dessen Ermittlung recht schwierig ist. Die Summe aus Geschäftswert und Teilsubstanzwert heißt Vollsubstanzwert.
Beim Substanzwertverfahren erfolgt die Ermittlung des Teilsubstanzwertes. Diese Größe kann als nachrechenbare, objektive Größe einen groben Orientierungsrahmen für Investitionsentscheidungen bilden. Einzige Größe für die Entscheidung sollte er jedoch nicht sein.
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