Szenariotechnik aus dem Bereich der strategischen Planung

Mit der Szenariotechnik sollen Wege der künftigen Entwicklung aufgezeigt werden. Unter einem Szenario wird die Darstellung einer möglichen künftigen Situation und des Weges, der zu dieser Situation führt, verstanden.
Die Szenariotechnik ist ein Instrument aus dem Bereich der strategischen Planung, das im Rahmen eines Investitionsentscheidungsprozesses eingesetzt werden kann. Durch die Szenariotechnik wird aufgezeigt, welche Entwicklungsalternativen vorliegen und welche Möglichkeiten bestehen, durch gezielte Maßnahmen Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen.
Ein Szenario ist kein mathematisches Modell, sondern ein qualitativer, beschreibender Ansatz. Szenarien lassen sich auf
168 unterschiedlichen Betrachtungsebenen einsetzen. Die Szenariotechnik greift auf Informationen zurück, die das Controlling des Unternehmens liefert. Neben unternehmensinternen Daten sind auch Informationen aus dem Unternehmensumfeld von großer Bedeutung.
Bei der Erstellung eines Szenarios lassen sich drei Phasen unterscheiden:
• Analysephase: Beschreibung der Ausgangssituation und der Rahmenbedingungen. Aufzeigen von Problembereichen.
• Prognosephase: Abschätzen von künftigen Entwicklungen, Aufzeigen von überraschenden Ereignissen, Festlegen von Entscheidungskriterien.
• Synthesephase: Zusammensetzung der ermittelten Entwicklungswege zu einem Szenario.
Anschließend werden die Ergebnisse in den Planungs- und Entscheidungsprozess des Unternehmens integriert. Dabei sind die ermittelten Szenarien ständig auf einem aktuellen Stand zu halten. Aufgrund ihres qualitativen Charakters besitzt die Szenariotechnik nur eine geringe Genauigkeit und Präzision.

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