Inflationsrate Mai 2009 fällt weiter 0,0 Prozent
Die Inflationsrate sank nach der ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts von 0,7 auf nur noch 0,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Juni dürfte sie deutlich unter die Nulllinie fallen. Einen geringeren Preisdruck als in diesem Mai haben die deutschen Verbraucher seit mehr als 20 Jahren nicht mehr erlebt. Dennoch sind die Deflationsgefahren gesunken. Vor allem stark nachlassende Energiepreise sorgten für die Stagnation der Teuerung. Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise saisonbereinigt um 0,2 Prozent gesunken. Ökonomen hatten in den letzten Monaten immer wieder vor der Gefahr einer Deflation gewarnt, einer Phase dauerhaft und auf breiter Front sinkender Verbraucherpreise. Doch ungeachtet des Preisverfalls im Mai hat sich die Wahrscheinlichkeit eines solchen Negativszenarios nach Meinung von Volkswirten zuletzt eher wieder verringert: Erste Anzeichen für ein Anspringen des Welthandels signalisierten, dass die Niedrigpreisphase gegen Jahresende tatsächlich zu Ende geht, gefolgt von einer Phase moderater jährlicher Inflationsraten in Deutschland zwischen einem und zwei Prozent.
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