Probleme für China Exporte, Geschenke und Bestechungsgelder durch Pharmakonzerne
Was für viele erstmal nur eine Randnotiz war, stellt sich bei genauerem hinsehen als nicht unerhebliches Problem für Chinas Exporte da. Der frühere Chef der Nahrungs- und Arzneimittelaufsicht Zheng Xiaoyu, der die Behörde von 1995 bis 2005 leitete, wurde wegen Bestechlichkeit hingerichtet. Ein Volksgericht in China hatte Zheng Xiaoyu für schuldig befunden, gegen Geschenke und Bestechungsgelder durch Pharmakonzerne nur unzureichend untersuchte Medikamente zugelassen zu haben. Dutzende Menschen waren in China nach der Einnahme vergifteter Medikamente gestorben. Der Korruptionsfall ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs und bei weitem nicht auf China begrenzt. Vielmehr gehört er zu einer Reihe von Skandalen über gefährliche Stoffe in Nahrungsmitteln, Medikamenten, Tierfutter und anderen Produkten, die weltweit im Umlauf sind. In Panama starben über 100 Menschen nach der Einnahme von Hustensaft, der in China hergestellt wurde. Der Hustensaft enthielt Diethylenglykol, eine billige und gefährliche Kopie des handelsüblichen Sirups Glycerin, welches in der Industrie als Verdünnungsmittel verwendet wird, unter anderem in Frostschutzmittel. Diese Chemikalie wurde zudem in Zahnpasta in Japan, Kanada, USA und Europa gefunden. In Spanien wurden 100.000 Tuben vom Markt genommen. Auch eingelegte Früchte und Obst aus China enthielten unzulässige Mengen Schwefeldioxid oder Bakterien.
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